/ "NUSTA" - DIE TEXTE

Allein

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Ich will zum Himmel schrein,

allein, allein, allein!

In Dir ein Herz aus Stein, 

warum alleine sein?

 

Schenk mir nur einen Grund

dort vorn nicht abzubiegen,

den Weg bei Dir zu bleiben,

statt stetig abzutreiben…

 

Im Schein des Feuers sitzen,

zueinander lieben!

Nicht eigene Tore schießen,

den Tanz der Glut genießen.

 

Bald wird ich abgeholt,

der Teppich fliegt geschwind!

Ich wird ins Eismeer tauchen,

und mit den Drachen fauchen!

  

Und dann erheb ich mich,

wie Phönix aus der Asche!

Dies Lied auf meinen Lippen,

und all die vereisten Schmetterlinge abkippen!

 

 

Ich will zum Himmel schrein,

allein, allein, allein!

In Dir ein Herz aus Stein, 

warum alleine sein?

 

Blumen im Dunkeln

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Blumen im Dunkeln verlieren ihr Farbkleid im Wind

Katzen auf Dächern, die warten, dass die Party beginnt.

 

Ich sitz am Fenster, und draußen Gespenster,

und drinnen die alten Gedanken festhalten.

 

Kindheitsmorgen – und Abenddämmerung,

warten im Dunkeln, alleine ein Tal ohne Grund.

 

Ich sitz am Fenster, und draußen Gespenster,

und drinnen die alten Gedanken festhalten.

 

Töne, die falten sich aus, nebeln meine Welt zu.

Tragen das Kindlein zu Bett und meinen Kopf zur Ruh.

 

Drum spiel ich mit Tönen gegen die Angst dies Lied,

dass mein Kopfkino am Ende ein Happy End spielt.

 

Denn ich sitz am Fenster, und draußen Gespenster,

und drinnen die alten Gedanken festhalten.

 



Der Buchenmann

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Dort im Wald lebt ein Mann,

seinen Namen weiß der Wind!

Der die Zweige seines Baumes

 und die Blätter zum Rauschen bringt…

 

Will ich wissen, wer ich bin?

Woher ich komm? Und wo geht es hin?

Frag ich ihn, den Buchenmann,

und schon fängts zum Flüstern an…

 

Nur die Alte aus dem Dorf,

weiß noch, wo er lebt und steht.

Und so hält sie dieses Wissen,

wie den Schatz im Kräuterkissen,

 

gut versteckt im Hexenhaus.

Und sie wartet nur darauf, 

dass ein Kind kommt und sie fragt,

wie sie selbst vor Jahr und Tag…

 

Dort im Wald lebt ein Mann,

seinen Namen weiß der Wind!

Der die Zweige seines Baumes

 und die Blätter zum Rauschen bringt…

 

Will ich wissen, wer ich bin?

Woher ich komm? Und wo geht es hin?

Frag ich ihn, den Buchenmann,

und schon fängts zum Flüstern an…

Die Wahrheit

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Ich erinner´ mich genau, als mein Herz sagte: „ Schau,

Schutzzäune sind da, um sich zu verstecken.“

Mein Lächeln perfekt, schielte ich um's Eck,

der hehre Plan, die Welt und mich zu retten.

 

Ein Nein ist ein Nein, ach was bin ich gemein.

Und Rumpelstilzchen auch.

Doch da vorn ist mein Tor, und da schieß ich jetzt rein,

egal ob ich einen Ausweis dafür brauch.

 

Tanz mit der Wahrheit um´s Feuer im Hof,

nimm Sehnsucht und Mut an die Hand!

Die Brücke ist breiter als die Schlucht!

Du blaugrüner Rohdiamant!

 

Das Reh dort am Waldrand, eine Uhr ohne Sand,

ich dreh auf dem Ziffernblatt Kreise.

Und dann nehm ich Anlauf, und renne den Hang rauf,

mein Herzschlag singt dabei meine Weise.

 

Tanz mit der Wahrheit um's Feuer im Hof,

nimm Sehnsucht und Mut an die Hand!

Die Brücke ist breiter als die Schlucht!

Du blaugrüner Rohdiamant!

 

 



Ein Kobold

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Ein Kobold ging nach Süden,

und kam dort an den Strand:

„Verzeihen Sie, mein Fräulein,

geht´s dort nach Lummerland?“

 

Das Mädchen griff sich an den Kopf,

die Nacht zuvor war lang:

„Es gibt doch keine Kobolde,

was haben die mir in den Wein getan?“

 

Den Abend ging sie früh zu Bett,

ihr Traumkino begann.

Sie flog auf einem Einhorn

Und tanzte ChaCha mit einem Schwan.

 

Hast Du schon mal in den Regen gelauscht?

Bist den Pfaden der Zwerge gefolgt?

Ist das Tor zur Anderswelt zugefall'n?

Oder schlafen wir nachts ungewollt?

 

Sie erwachte noch in der Dunkelheit,

der Wind ließ die Vorhänge segeln.

Auf dem Boden lag eine Feder,

eine Feder? Das kann es doch nicht geben!

 

Schließ die Augen, um die Welt zu seh'n!

Kannst du Geist und Materie fassen?

Ich bleib' gerne an dieser Gabelung stehen,

bereit, den Kobold und das Einhorn einzulassen!

Hand in Hand

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Herz an Herz,

die Wolken ziehen weiter.

Und du hörst,

das Donnergrollen wird leiser.

 

Tür an Tür,

die Nacht ist heiß und einsam,

liegen wir,

mein Kopf schimpft über zweisam.

 

Bild an Bild,

dort fehlt jetzt eins am Haken.

Wir bei dir,

mit rosa Brillen auf den Nasen.

 

Stein auf Stein,

wir schuften für den Käfig,

Mauern stürzen ein,

was bleibt ist nackt und schäbig.

 

Kampf um Kampf,

auf beiden Seiten Tote!

Und dann die weiße Fahne,

zwei liebende Idioten.

 

Herz an Herz,

Begegnung in der Stille,

nass bis auf die Haut,

doch diesmal ohne rosa Brille.

 

Hand in Hand,

bauen Raben ihre Nester,

wir wandern durch den Sand,

Geliebter halt mich fester!



Ich träum mich zu Dir

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Ich träum mich zu Dir,

und schon bist Du hier!

Wir schaukeln durchs Leben,

wie ein Falke im Nebel.

 

Du träumst Dich zu mir,

und schon bin ich bei Dir!

Im Strom will ich warten,

wie der Wal mit den Barten.

 

Ich träum mich zu Dir,

und Du träumst Dich zu mir,

wir lassen die Drachen steigen,

die tanzen mit Mond & Co den himmlischen Reigen!

 

Ich träum mich zu Dir,

komm wir trinken ein Bier!

Ein Fass ohne Boden,

und wir hocken droben.

 

Dort steht ein Klavier,

und Du träumst Dich zu mir.

In der Welt der Gefühle,

sitzen wir in der Diele.

 

Ich träum mich zu Dir,

und Du träumst Dich zu mir,

wir lassen die Drachen steigen,

die tanzen mit Mond & Co den himmlischen Reigen!

 

Ich träum mich zu Dir!

Und schon bist Du hier…

Weil ich ein Mädchen bin

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Wenn deine Mama sagt:

„Der Mann ist nichts für dich!“

Wird schon ein Fünkchen Wahrheit dran sein.

Hab nie auf sie gehört.

Und mich nie dran gestört.

Am Ende wusste ich um Trugbild und Schein.

 

So wird es immer sein,

so wird es nimmer sein!

Ich zieh die Frauenwohngemeinschaft in Betracht!

Kein Luftschloss dieser Welt,

kann mich vom Sockel hauen,

jetzt wird bei Kerzenschein Musik angemacht!

 

Ref.:

Ein Arzt? Nein Danke, den will ich nicht!

Ein Koch? Niemals, niemals!

Ein Lehrer? Ich weiß nicht, eher nein!

Ein Frosch? Versuch ich mal!

Ein Bauer? Ach, ich weiß nicht recht!

Ein Anwalt? Der kommt bei mir nicht rein!

Ein Cowboy? Ich nehm nur das Pferd!

Ein Spielmann? Nein, das lass ich lieber sein!

 

Da zog ein Prinz ins Land,

und bot mir seine Hand,

das kann ja wohl nicht mein geküsster Frosch sein?

Er lebte seine Welt,

da passte ich nicht rein,

das Leben kann nicht immer wie im Märchen sein.

 

Ref.:

Ein Arzt? Nein Danke, den will ich nicht!

 

...

 

Weil ich ein Mädchen bin,

kann ich tun. was ich will,

die Segel setzen, Lieder schreiben, schaukeln, Äpfel pflücken, Lastwagen fahren…

Mein Krönchen richt´ ich auf,

und pack die Geige aus,

der Spiegel zeigt ein Herz in rotgoldenen Farben.

 

Ref.:

Ein Arzt? Nein Danke, den will ich nicht!

 

...



Schmetterling

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Ein Schmetterling fliegt durch die Nacht,

und ich bin davon aufgewacht.

So steig ich auf, wir heben ab,

Sternenlampen strahlen herab.

 

Die Reise geht am Mond vorbei,

nur weg von diesem Einheitsbrei!

Ich flieg zu meinen Träumen hin,

verrückt und blind,

das geht mein Kind!

 

Der Mann im Mond, er winkt mir zu,

ein Schäfchen bindet seine Schuh.

Ich hör Musik, der Englein Chor,

ihr Kichern tönt in meinem Ohr.

 

Die Reise geht am Mond vorbei,

nur weg von diesem Einheitsbrei!

Ich flieg zu meinen Träumen hin,

verrückt und blind,

das geht mein Kind!

 

Kugelfische, die sich umarmen,

Monster, die sich hinter Masken tarnen!

Mein Opa sitzt dort auf dem Mars,

wir schauen uns an: 

„Verstehst Du das?“

 

Ein Schmetterling fliegt durch die Nacht,

wir haben uns auf den Weg gemacht…

Vergissmeinnicht

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Im wachsenden Licht der Zuversicht,

verlieren die Dinge an schwerem Gewicht.

Ein Vogel im Sturzflug, das Dunkle im Licht,

der goldene Käfig und dort – ein Vergissmeinnicht…

 

Ich jage den Sternen, der Zukunft voraus.

Auf der Durchreise, ein Gefühl von zu Haus.

Die Sehnsucht im Herzen, der Apfel des Glücks.

Im Paradies aus Kerzen das Märchen von – Hans im Glück.

 

Denn wenn ich steh – beginnt die Zeit still zu stehn.

Und wenn ich geh sind dort – zwei kleine Hände, die ich nehm.

Und wenn ich seh – wird ich nie etwas anderes sehn,

als meine Sehnsucht – zusammen nach oben zu gehen…

 

In der Dämmerung der Verbundenheit,

gehen wir zusammen, kein Weg ist zu weit!

Fliegende Hufe, von Sternen beschneit,

eine breite Straße führt weg – in die Ewigkeit!